Werre in Herford von 1000 Liter Abfall befreit

Jeden Tag schaffen wir bei SULO "Lösungen um den Müll von heute zur Ressource von morgen zu machen". Um das Große Ziel eine Welt ohne Müll zu erreichen, haben wir als Team gemeinsam mit der Clean River Project e.V einen Abschnitt von 4 km der Werre in Herford von insgesamt 1000 L Abfall befreit. Es war eine tolle Aktion, die auf jeden Fall wiederholt werden muss. Unser Kollege Markus berichtet von seinen Eindrücken des Tages.

Ein sonniger Samstag hatte uns nach der Einladung zu dem Projekt Willkommen geheißen und gut 30 Kolleginnen und Kollegen trudelten pünktlich, wohl gelaunt und voller Tatendrang auf dem Gelände des Herforder Kanuklubs ein. Alle waren sehr gespannt auf die gemeinsame Aktion mit dem Clean River Projekt e.V.

 

Nach einem Briefing durch die Instruktoren des Clean River Projekts haben wir uns in je 2 Land- und Wasserteams aufgeteilt und gemeinsam das Material „klargemacht“, sprich, wir haben uns mit Abfallbeuteln, Eimern, Greifwerkzeugen und Schutzhandschuhen ausgerüstet. Nachdem wir uns dann noch eingehend mit den Sicherheitsregularien befasst und die Kanadier klar gemacht haben, schwärmten wir dann nach Norden und Süden aus und pickten aus der Landschaft, was immer wir auch fanden.

Schritte der Kreislaufwirtschaft nach Circular Eco
Schritte der Kreislaufwirtschaft nach Circular Eco
Schritte der Kreislaufwirtschaft nach Circular Eco
Schritte der Kreislaufwirtschaft nach Circular Eco

Hier trat durchaus Kurioses zu Tage. Neben gefühlten Einhunderttausend Zigarettenstummeln, unzähligen Glasflaschen, Blechdosen und haufenweise Kunststofftüten, -schachteln, Dosen und Papier, fanden sich auch kaputte Plastikmöbel, ein versenktes Fahrrad, allerlei Gebrauchsartikel aus verschiedenen Subkulturen, diverse Stahlfelgen, Hygieneartikel und sonst manch seltsames Gewerk. Sogar ein Rasenmäherroboter scheint auf Abwegen den Weg in die Werre zu seiner vorletzten Ruhestätte gefunden zu haben.

 

Unsere Teams waren bunt gemischt und es gab viele nette Gespräche über dienstliches wie privates, fachliches wie geistiges, Weltliches und geistliches. Ein Gesprächskontext, der im beruflichen Miteinander eher wenig Raum hat. Wir haben uns allesamt ein bisschen besser kennengelernt und waren auch erstaunt, was so alles den Weg in die Natur gefunden hatte. Neben dem kollegialen Dialog waren auch Gespräche mit Passanten interessant, die unser Treiben interessiert beobachteten und auch hier bückte sich der eine oder die andere nach einem herumliegenden Abfallteil. Gutes zu tun scheint ansteckend zu sein, das sollten wir uns alle merken!

 

Nachdem wir also unser zugeteiltes Terrain akribisch abgegrast hatten, trafen wir uns wieder zentral am Kanuplatz und haben unsere „Schätze“ aufgetürmt. Es ist schon beträchtlich, was so alles in der Gegend herumliegt, obwohl es gar nicht dahin gehört!

Schritte der Kreislaufwirtschaft nach Circular Eco
Schritte der Kreislaufwirtschaft nach Circular Eco
Schritte der Kreislaufwirtschaft nach Circular Eco

Nach einer eingehenden Handhygiene war nun erst einmal eine kleine Stärkung fällig. Eine bunte Zusammenstellung leckerer Schnittchen und Häppchen brachten uns gut über den Mittag und anschließend wurde es kreativ.

 

Nach der Wahl des kuriosesten Fundstücks (war es der Rasenmäherroboter oder doch ein Hygieneartikel?) die unter humorvoller Moderation einer Projektmitarbeiterin des Vereins stattfand, betätigten wir uns zum krönenden Abschluss noch als Alchimisten und verwandelten in einer Kunstaktion den scheinbar wertlosen, muffigen, schmutzigen und hässlichen Müll durch die gemeinschaftliche Gestaltung einer Formkollage in der Form zweier Augen in wertvollen, schillernden und strahlenden Wertstoff. Zumindest einen  Kubikmeter Umweltschande konnte so durch unser Zutun wieder den Weg in den uns so wichtigen Rohstoffkreislauf finden.

 

Alles in allem hatten wir eine wunderbare Gemeinschaftsaktion, die nicht nur gut für unser Betriebsklima, sondern auch für die Umwelt war und auf Nachahmer hofft.

Schritte der Kreislaufwirtschaft nach Circular Eco

Als noch relativ neuer Mitarbeiter der Sulo bin ich stolz, mit meinen Kolleginnen und Kollegen gemeinsam etwas Wertiges getan zu haben. Auch ausserhalb der „klasischen Arbeit“. Neben aller Professionalität in Sachen Wertstofftrennung, Sammlung und Logistik schadet nämlich auch etwas anderes nicht: Haltung.

 

Ich wünsche mir öfter eine gemeinsame Aktion für eine Gute Sache und freue mich, dass unser Unternehmen so etwas fördert! Gemeinsam an einer guten Welt für morgen und übermorgen zu arbeiten, macht nämlich nicht nur mehr Spaß, als das immer nur alleine zu tun sondern wirkt auch viel weiter!

 

In diesem Sinne: Manchmal einfach machen – könnte ja gut werden!

Markus Antony

Geschrieben von Markus

Markus Antony ist seit April 2022 als Personalreferent bei SULO in Herford. Er kümmert sich mit Leidenschaft um Bewerber und hat immer ein offenes Ohr für die Kollegen und Kolleginnen. In seiner Freizeit genießt er Touren mit seinem Motorrad.

Veröffentlicht am 16. September 2022